7. Start Verbandsliga Herren 3

Mönchengladbach oder Final Showdown
Hochmotiviert trafen wir uns am Sonntagmorgen pünktlich in Mönchengladbach ein. Jedem war klar, Schwächen durften wir uns nicht mehr leisten, wenn wir aufsteigen wollten. Und das erste Spiel war gleich gegen den Tabellenführer. Aber ehe es dazu kommen sollte, wollten wir uns einspielen. Wollten war auch der richtige Begriff. Zunächst mussten wir warten bis der Anlauf nochmal nachbehandelt war. Dann fehlte mehrfach der 6er Pin und kaum hatten wir die Doppelbahn beim Einwerfen gewechselt, streikte die Technik. Der Techniker wurde bemüht und kaum hatte er das Problem behoben, wurde uns die restliche Einspielzeit gestrichen. Also Aufregung bis unser Schiedsrichter zusätzliche Einspielzeit mit der Halle vereinbart hatte. Die anderen Bahnen hatten schon mehrere Frames hinter sich, als wir anfangen konnten.


Kopf an Kopf folgte Frame auf Frame, ohne dass sich einer absetzen konnte. So fiel die Entscheidung auch erst im letzten. Mit gesundem Vorsprung hatten wir den Punktevorsprung egalisiert. Jetzt mussten wir nur noch die restlichen Spiele gewinnen und insgesamt mehr Pins als Expert Team Langefeld werfen.


Doch schon beim nächsten Spiel verspielten wir den Vorsprung schon wieder. Zwar holten wir die nächsten zwei Punkte, konnten das Niveau vom ersten Spiel aber nicht halten. Daran änderte auch nicht die moralische Unterstützung unserer Fangemeinde. Sandra und Stefan hatten sich früh eingefunden um uns anzufeuern und blieben bis zum Mittag. So konnten sie auch miterleben, wie wir unsere ersten Punkte und weiteren Boden verloren. Auch wenn Langefeld bis zur Mittagspause erst zwei Punkte geholt hatten, führten sie aufgrund der Bonusregel in der Gesamtwertung noch immer mit zwei Punkten. Unsere Begeisterung hielt sich dementsprechend in Grenzen.

Nach der Pause mussten wir zunächst wieder auf der Chaosbahn ran. Obwohl man uns versichert hatte, die Probleme behoben zu haben, war an ein geregeltes Spielen nicht zu denken. Mindestens jedem zweiten Frame mußte neu gestellt werden und die Reservebahnen standen auch schon nicht mehr zur Verfügung. Ein konzentriertes Spiel war so nicht möglich. Die Benrather konnten ihren Unmut dann auch besser verdrängen, weshalb so die nächsten zwei Punkte verloren gingen.


Uns war klar, dass wir so keine Chancen mehr auf den ersten Tabellenplatz hatten. Unsere Motivation war im Keller. Das letzte Spiel verlief dann auch nicht besonders mitreißend. Ich leistete mir sogar einen regelrechten Fehlstart. Drei offene in den ersten vier Frames ließen nichts Gutes erwarten, doch auch unser Gegner leistete sich einige Fehler. Trotzdem führten sie im zehnten Frame, aber mit meinem fehlerfreien Finish konnten wir sie dann doch noch abfangen.


Trotz nun insgesamt 6 Punkten reichte es in der Tagestabelle, aufgrund der schlechten Pin Ausbeute, nur zu Platz 5. Tröstlich ist nur der letztendlich unangefochtene zweite Platz in der Abschlusstabelle. Vielleicht schaffen wir den Aufstieg ja in der nächsten Saison.
Bis dahin, Gruß Günter

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